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Geschützt: Historisches Engadinerhaus aus dem 16. Jahrhundert

Wohntraumbeschreibung

Zuoz im Oberengadin, etwa 20 Fahrminuten vom weltbekannten Ferienort St. Moritz entfernt, ist ein Prachtsbeispiel eines romanischen Dorfes, das die Zeugen seiner bewegten Vergangenheit in die Gegenwart hinübergerettet hat. Denn, als die Engadiner Dörfer durch diverse Kriege dem Erdboden gleichgemacht und anschliessend wieder aufgebaut wurden, rückten die stattlichen Häuser immer näher zusammen.  Zur besseren Verteidigungsmöglichkeit und zu mehr Sicherheit wurden die Dörfer so eng wie nur möglich gebaut. Die einzelnen Häuser stehen seither einander zugewandt um kleine Plätze mit Brunnen in der Mitte. Der imposante Dorfplatz mit dem Rechtswirtshaus Crusch Alva (Weisses Kreuz) und der Ortskern mit den Plantahäusern und imposanten, anderen Wohnhäusern zeugen heute noch davon.

Auffallend ist die grosse Zahl gediegener Wohnhäuser mit den typischen Engadiner Erkern und Sgraffito-Verzierungen. Im Erdgeschoss der Häuser wurde seinerzeit das Vieh und Gerätschaften sowie die Küche untergebracht, währendessen man in den oberen Stockwerken die harten Winter in den Wohnräumen hinter dicken Mauern verbrachte. Die wuchtigen Steinmauern sind typisch für das Engadinerhaus. Sie sind oft mit der Sgraffito-Technik verziert. Charakteristisch sind auch die tiefen Fensterfluchten, der Erker und die beiden Eingangstore in den Sulèr und den Stall an der Stirnseite. Es handelt sich in den meisten Fällen um ein dreistöckiges Wohnstallhaus.

Eines dieser selten zu erwerbenden, historischen Häuser steht nun zum Verkauf. Das Haus aus dem 16. Jahrhundert liegt im Herzen von Zuoz und kann mit Können und etwas Liebe (und in Zusammenarbeit mit Denkmalschutz und unseren Spezialisten) in ein wunderbares, zweites Zuhause verwandelt werden. Im Erdgeschoss befinden sich die klassischen drei Räume (Sulèr, Stall und Kammer), die aber in den Jahren etwas umgenutzt wurden. Hier lässt sich problemlos ein wunderbarer Eingangsbereich mit einer einzigartigen Wohnküche und einem Nassraum integrieren. Im 1.OG befinden sich die uralte Stube  aus Arvenholz, zwei weitere Kammern, eine Toilette und eine Dusche und im 2. OG ist der Dachboden (früher Heubühne) auf zwei Ebenen. Der zukünftige Wohnbereich dieses einzigartigen Renovationsobjektes in Zuoz. Hier lassen sich mit Garantie zwei weitere Schlafräume mit grossem Bad und eine Wohnstube mit Kamin und eine innenliegende Dachterrasse realisieren.

Das Objekt ist ein einzigartiges Liebhaberstück, das den Odem der Geschichte verströmt und nur darauf wartet, von einem liebevollen Besitzer, einer neuen Besitzerin, wieder mit Leben gefüllt zu werden. PP ist ganz in der Nähe (offen) oder kann im neuen Gemeindeparkhaus dazu gemietet werden.

Dieses 10-Zimmer-Haus ist bestens geeignet für eine Familie oder Paare, die gerne mal Gäste haben. …und viele Häuser, in denen sich tatsächlich noch Treppenaufgänge aus dem 16. Jahrhundert befinden, die man konservieren und zum Teil eines modernisierten Hauses machen kann, ohne die „Hausgeister“ zu vertreiben, gibt es im Engadin nicht mehr viele. Wann also kommen Sie besichtigen? Denn das Haus hat – einmal saniert – gewaltiges Wertsteigerungspotenzial.

Lagebeschreibung

Der Ort Zuoz, heute eine Gemeinde mit rund 1300 Einwohnern auf 1750 Metern über Meer im wunderschönen und weltbekannten Engadin gelegen, wurde bereits am Anfang des 9. Jahrhunderts ein erstes Mal schriftlich erwähnt und hat eine spannende Geschichte vorzuweisen.

Im Mittelalter besass der Bischof von Chur den Hof Dorta (heute ein eigener Dorfteil) und sowieso die Landeshoheit im Oberengadin. Im 12. Jahrhundert erwarb das Bistum Chur weiteren Grundbesitz, einen Grosshof und der Kirche St. Luzi (der Grosspfarrei La Plaiv) der süddeutschen Grafen von Gamertingen. Die Pfarrkirche St. Luzi in Zuoz wurde um 1200 neu gebaut, wovon heute Schiff und Unterteil des Turms erhalten geblieben sind.

Bischof Volkart ernannte 1244 Andreas Planta von Zuoz zum Kanzler des Oberengadins und begründete damit die Vormachtstellung der Familie Planta, die bis 1798 andauerte.

 

Nach 1288 lag auch die niedere Gerichtsbarkeit im Oberengadin bis zu Beginn des 16. Jahrhunderts in den Händen dieses Churer Ministerialengeschlechts. 1367 erfolgte der Beitritt zum Gotteshausbund durch den Ammann Thomas Planta. Die dauernden Auseinandersetzungen mit Samedan führten 1438 zur Zweiteilung der Gerichtsgemeinde Oberengadin – nicht aber des Hochgerichts. Im Schwabenkrieg gegen Ende des 15. Jahrhunderts jedoch, zündeten die Einwohner von Zuoz ihren stadtähnlichen, prosperierenden Flecken an, um den Feind zum Rückzug zu zwingen.

Handel, Transport und die Eroberung des Veltlins 1512 führten danach jedoch rasch wieder zu einer wirtschaftlichen und geistigen Blüte, die sich in der Gründung einer Lateinschule, den erwähnten Anfängen einer rätoromanischen Schriftsprache, im religiösen und profanen Theater und im Chorgesang manifestierte.

Bauliches Abbild dieser Entwicklung waren die massiven Herren- und Bürgerhäuser, die gleichzeitig Bauernhöfe blieben. Neben den altadeligen Familien von Planta, von Juvalta und Salis bildete sich durch den Handel aber auch eine neue, teilweise vom Kaiser geadelte und durch Handel und politische Ämter reich gewordene Führungsschicht im Tal heraus.

Unter den sogenannten Bündner Wirren im 17. Jahrhundert litt Zuoz kaum, danach jedoch, setzte eine wirtschaftlich bedingte Auswanderung ein. Infolge des Verlusts des Veltlins und der Aufhebung der politischen Vorrechte 1798 entwickelte sich Zuoz vom prosperierenden Handelsflecken zum einfachen Bauerndorf zurück.

 

Erst die Fahrstrassen über den Albulapass und den Flüelapass förderten den zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Aufschwung wieder. …und die Eisenbahn tat das Ihre dazu. 1903 erfolgte der Anschluss an die Rhätische Bahn in Bever und 1913 wurde die Strecke Bever-Zuoz-Scuol eröffnet. Seit 1900 entwickelte sich das Dorf mit dem Bau von Hotels zum Luftkurort und wirtschaftlichen Zentrum des Oberangadins. Mit der Gründung des Lyceum Alpinum 1904, der Eröffnung der Hygienischen Schule Bellaria 1909 und der gemeinsamen Sekundarschule für die Plaiv wurde das Dorf schliesslich auch zum regionalen Schulzentrum, was es bis heute zum Teil geblieben ist.

Weitere Hotels, Ferienhäuser und Skilifts wurden in den 1950er Jahren gebaut und der Fremdenverkehr gewann in und um Zuoz zunehmend an Bedeutung. Tourismus ist inzwischen der wichtigste Erwerbszweig des Ortes.

 

Heute ist Zuoz also ein moderner Tourismusort, der es jedoch geschafft hat, einen grossen Teil seines Charmes und der Authentizität aus den alten Zeiten zu bewahren. Dazu gehört mit Sicherheit der zu grossen Teilen noch erhaltene Dorfkern aus dem 16. Jahrhundert.

Zuoz ist jedoch nicht nur für Touristen geeignet. Der Ort verfügt über alles, was es zum Leben braucht. Es hat im Dorf einen Volg, eine Coop-Filiale, eine Bäckerei und verschiedene Sportgeschäfte und Boutiquen.

Der Ort ist mit dem Ortsbus (Engadin-Bus) und der Rhätischen Bahn mit der Aussenwelt verbunden und – last but not least – wer es ganz gediegen mag, der hat in Samedan den höchstgelegenen Flughafen Europas quasi vor der Haustür.

Im Winter verfügt Zuoz über ein kleines Skigebiet mit 5 Skiliften, es hat eine Skischule und Langläufer kommen nicht nur während des Engadiner Marathons auf Ihre Kosten. Im Sommer können Golffans sich auf den Greens des Engadin Golf Clubs im langen oder kurzen Spiel üben oder aber den Schülern des weltbekannten Lyceum Alpinum beim Cricket-Spiel zusehen.

Zuoz bietet also neben viel Geschichte, erholsamer Ruhe und Behäbigkeit auch eine schöne Portion internationalen Touch. …und wem das zu wenig ist, der ist in rund 15 Minuten im „Champagnerklima“ von St. Moritz.

Dieses hübsche Engadinerhaus liegt sehr zentral und wartet nur darauf, einer Familie als Residenz zu dienen. Wann also verlegen Sie Ihr Feriendomizil in diesen wunderbaren Ort, womöglich in dieses wunderbare Haus?

Informationen zum Wohntraum

Verkaufsstatus:
Standort:
7524 Zuoz
Baujahr:
1580
Zustand:
mit Potenzial
Zimmer:
10
Garagen:
Stellplätze:
1
Fläche Brutto:
400 m2
Fläche Netto:
350 m2
Kaufpreis:
Mietpreis:
Zuständige Filiale:
Champfèr
Zuständiger Broker:
Peter Stephani

Standort des Wohntraums:

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